Einkäufe bei Onlinehändlern und deren Folgen

(c) Daniel Berkmann fotolia.com

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Wer zum Beispiel über Amazon für sein Unternehmen Gegenstände einkauft, sollte folgendes beachten. Amazon bietet sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eigene Kundenkonten an. Dies ist besonders für den Vorsteuerabzug aus Rechnungen von Amazon wichtig. Da Amazon auch um Ausland Versandlager unterhält, ist es möglich, dass Amazon aus dem Ausland nach Deutschland liefert. Dies ist immer an der entsprechenden Länderkennung in den Rechnungsnummern ersichtlich. Wird zum Beispiel eine Speicherkarte aus einem Versandlager in Polen nach Deutschland geliefert, liegt umsatzsteuerrechtlich eine innergemeinschaftliche Lieferung vor. Wenn Sie nun mir Ihrem Privatkonto für Ihre Unternehmen einkaufen, erhalten Sie fälschlicherweise eine Rechnung mit Steuerausweis.

Da hier aber für Unternehmer und Privatpersonen unterschiedliche Regelungen bestehen, hätten Sie aus diesen Rechnungen keinen Vorsteuerabzug, da nur die gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer als Vorsteuer abgezogen werden kann.

Dies können Sie vermeiden, indem Sie für Ihr Unternehmen auf Amazon ein eigenes Kundenkonto erstellen und in diesem Ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer angeben. An dieser Nummer erkennt Amazon, dass Sie die Bestellung als Unternehmer tätigen und weist in den entsprechenden Fällen keine Umsatzsteuer auf den Rechnungen aus. Somit schulden Sie im Rahmen der innergemeinschaftlichen Lieferung die Umsatzsteuer, können sich gleichzeitig aber die Vorsteuer abziehen, sodass für Sie keine Belastung entsteht.

Auf diesem Wege umgehen Sie das Risiko bei einer Prüfung, den Vorsteuerabzug aus den Amazon Rechnungen zu verlieren.

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Verfasst am 11. Juli 2017, von
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